Die kleinen Dinge des Lebens
Ein Paar zieht um
Die kleinen Dinge des Lebens formen unser Miteinander, unser Zusammenleben – sie sind Teil unserer Biographie. Zwischen all diesen wichtigen Unwichtigkeiten entstehen Situationen und fallen Entscheidungen, die in der Summe unser Leben ausmachen. Sophie und Karlheinz ziehen um. Die Dinge ihrer gemeinsamen Vergangenheit müssen bewegt werden. Diese „Bausteine des Lebens“ wecken Erinnerungen, werden verpackt oder entsorgt. Das Programm ist ein Kaleidoskop aus Wort, Musik, Ton, Bild und Licht. Die Betrachtungen werden mithilfe von Geschichten, Gedichten und Gesang erzählt und mit Akkordeon und Gitarre begleitet.
Spieldauer:
120 min mit Pause
Mit Stefan Österle und Ellen Schubert
Text: Stefan Österle und Ellen Schubert
Regie: Andreas Frey
Dramaturgie: Wolfgang Stahl
Kostüme und Assistenz: Michaela Knepper
Licht, Bild und Ton: Katja Ritter
Kundenstimmen:
Rems-Zeitung, Nummer 45, 24.02.2026, Jutta Rund
Wieder einen unvergesslichen Theaterabend bescherte der „Runde Kultur Tisch Lorch“ seinem Publikum im voll besetzten großen Saal des Restaurants „Muckensee“. „Dein Theater Stuttgart“ begeisterte mit dem neuen Stück „Die kleinen Dinge des Lebens“ die Zuschauer des ausverkauften Abends, dessen Inhalt so wirkungsvoll aus der Lebenswelt der Menschen geschöpft war:
Sophie und Karlheinz ziehen um und sortieren ihre Gegenstände mit denen sie in einen neuen Lebensabschnitt starten wollen. Doch an jedem Stück, das sie in die Hand nehmen hängt eine Geschichte. Humorvoll und mit einem kleinen Schuss Ironie blicken sie auf all die Kleinigkeiten, die auch am neuen Ort zu ihrem Alltag gehören werden.
Einfühlsam vorgetragen von Ellen Schubert berührte das Gedicht „Was brauchst du, einen Baum, ein Haus.“ von Friederike Mayröcker, so wie viele philosophische Weisheiten, Zitate und Texte bekannter Autoren und berühmte Lieder, begleitet vom Allroundkünstler Stefan Österle auf Akkordeon und Gitarre. „Denn manchmal sind es die kleinen Dinge des Lebens, welche den meisten Platz in deinem Herzen einnehmen.“ (aus Pu der Bär“).
Dieses begnadete Schauspieler-Duo zeigte ihr vielseitiges Können: musikalisch, mimisch und wortgewandt mit Heiterkeit, Hintersinn und Poesie. Fragen, Gefühle und Erkenntnisse, die jeder kennt wurden bewusst gemacht und waren tröstlich fürs Publikum. „Ich benutze es nicht, aber ich brauche es!“ Die alte Jacke des verstorbenen Vaters, mit dem sich Sophie umhüllt um seine Geborgenheit zu spüren, eine Ansichtskarte einer früheren Liebe, die Glasschale eines Verehrers, das Schüsselchen aus dem Mörike-Gedicht, die Geige, die in der Ecke stand und durchs Leben begleitete und Ellen Schubert zum Klingen brachte – alles Dinge die einem das Leben schenkte und von denen man sich nicht trennen will.
Es war ein heiterer Abend mit wertvollen Gedanken, Lebensphilosophie, anspruchsvollen Texten und Chansons, eindrucksvoller Vortragsweise und einem publikumsnahen Inhalt.
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